Beim Spaziergang mit Ihrem Hund auf der Straße oder in kleinen Parks ist eine kurze Leine sinnvoll, um ihn neben oder direkt vor sich zu führen und so die Kontrolle zu maximieren. In weitläufigen, offenen Bereichen ist eine so kurze Leine hingegen nicht unbedingt nötig. Wenn Sie Ihren Hund noch nicht ganz frei laufen lassen möchten, ist eine lange Leine die beste Lösung.
Eine lange Leine funktioniert genauso wie eine kurze: Sie wird am Geschirr Ihres Hundes befestigt und ermöglicht Ihnen so eine bessere Kontrolle über sein Verhalten. Der Unterschied liegt darin, dass Ihr Hund dadurch mehr Freiheit zum Erkunden und Laufen hat. Das macht sie zu einem hervorragenden Hilfsmittel beim Hundetraining, insbesondere um den Rückruf zu verbessern und Ihrem Hund beizubringen, auch dann auf Kommandos zu reagieren, wenn er nicht an Ihrer Seite ist.
Bevor Sie Ihrem Haustier eine lange Hundeleine anlegen, ist es wichtig zu lernen, wie man sie richtig benutzt.
1. Halten Sie die Leine richtig.
Eine lange Leine kann sich anfangs unhandlich anfühlen, besonders bei der ersten Benutzung. Es besteht die Gefahr, dass sie sich um Sie oder Ihren Hund verheddert, was mehr Probleme als Nutzen bringt. Wickelt sie sich um Ihre Füße, könnte Ihr Hund Sie sogar umreißen.
Vermeiden Sie Unfälle, indem Sie die Leine richtig handhaben. Entwirren Sie sie vor dem Anlegen, um eventuelle Knicke zu entfernen. Befestigen Sie sie dann am Geschirr Ihres Hundes – befestigen Sie eine lange Leine niemals am Halsband , da die dadurch entstehende Bewegungsfreiheit dazu führen kann, dass Ihr Hund zu stark zieht und sich verletzt. Halten Sie die Leine, indem Sie die Schlaufen in eine Hand und das Ende, das Ihrem Hund am nächsten ist, in die andere Hand auf die flache Handfläche legen. Wenn Sie den Abstand zu Ihrem Hund verringern möchten, ziehen Sie die Leine mit der Hand, die die Schlaufen hält, vorsichtig ein. So vermeiden Sie, dass Sie zu stark an Ihrem Hund ziehen und die Leine fallen lassen.
2. Die richtige Leine auswählen
Eine weitere Möglichkeit, Unfälle zu vermeiden und das Erlebnis für Sie beide angenehmer zu gestalten, ist die Wahl der richtigen Leine. Leinen aus strapazierfähigen Materialien verringern das Risiko, dass die Leine reißt und Ihr Hund sich losreißt. Wenn Sie mit Ihrem Hund bei jedem Wetter (auch im Regen) spazieren gehen, sollten Sie auf eine Leine mit rutschfester Oberfläche achten, damit diese auch bei Nässe nicht rutschig wird.
Es ist wichtig, die richtige Leinenlänge zu wählen. Lange Leinen gibt es in Längen von etwa 2,5 bis 50 Metern. Denken Sie daran, dass Sie die Leine jederzeit kürzen können – Sie müssen nie die volle Länge verwenden. Wenn Sie jedoch wissen, dass Sie Ihrem Hund ohnehin nur wenige Meter Freiraum geben möchten, lohnt sich der Kauf einer extra langen Leine nicht.
Um die richtige Länge zu wählen, überlegen Sie, wie Sie die Leine verwenden werden. Wählen Sie eine Leine, die lang genug ist, damit Ihr Hund genügend Bewegungsfreiheit hat, Sie ihn aber dennoch gut führen und kontrollieren können. Berücksichtigen Sie außerdem die Größe Ihres Hundes. Eine extra lange Leine aus schwerem Material kann einen kleinen Hund belasten, während sie für einen großen Hund kein Problem darstellt.
Überlegen Sie abschließend, ob Sie einen Griff an Ihrer langen Leine wünschen. Dieser kann zwar das Festhalten erleichtern, aber im Weg sein, wenn Sie die Leine gelegentlich ablegen möchten.
3. Üben Sie im Freien
Wenn Sie die lange Leine zum ersten Mal benutzen, gehen Sie mit Ihrem Hund auf ein offenes Gelände, wo Sie den Umgang damit sicher üben können. Gewöhnen Sie sich daran, die Leine zu verkürzen und Ihren Hund anzuhalten. Zum Anhalten greifen Sie die Leine fest und lassen Sie sie wieder los, um ihn zu verlangsamen, anstatt an der Leine zu ziehen.
4. Freizügigkeit gewährleisten
Wenn Sie eine lange Leine verwenden, geben Sie Ihrem Hund Bewegungsfreiheit. Das erreichen Sie, indem Sie die Leine locker hängen lassen, anstatt sie ständig straff zu halten. So gewöhnt sich Ihr Hund an die Freiheit und wird darauf vorbereitet, ohne Leine zu laufen.
5. Übung zum Abrufen von Befehlen
Bringen Sie Ihrem Hund mit Rückrufkommandos bei, auch aus der Ferne, aber noch an der langen Leine, zu Ihnen zu kommen. Sobald er besser auf die Rückrufkommandos reagiert, können Sie die lange Leine ablegen und sie locker am Boden entlang schleifen lassen. Dies ist ein idealer Zwischenschritt, um Ihrem Hund beizubringen, ganz ohne Leine zu laufen.
6. Positive Verstärkung anwenden
Bei der Verwendung einer langen Leine für den Rückruf oder andere Trainingsformen sollten Sie gutes Verhalten Ihres Hundes positiv bestärken. Je nachdem, was Ihren Hund am meisten motiviert, können dies Leckerlis, Lob oder Streicheleinheiten sein.
7. Beaufsichtigen Sie Ihren Hund
Achten Sie beim Benutzen der langen Leine stets auf Ihren Hund, sowohl wenn Sie sie halten als auch wenn Sie sie über den Boden schleifen lassen. Stellen Sie sicher, dass die Leine für die jeweilige Aktivität geeignet ist, damit sie sich nicht verheddert und Sie die Kontrolle behalten. Seien Sie außerdem aufmerksam, insbesondere wenn etwas die Aufmerksamkeit Ihres Hundes erregen und ihn zum Weglaufen verleiten könnte. Halten Sie die Leine fest, damit sie Ihnen nicht durch die Hände rutscht und Sie sich verletzen. Sollte sich die Leine doch einmal verheddern, halten Sie Ihren Hund an und entwirren Sie die Leine. Sie können ihn dabei mit Leckerlis ablenken.
Ob Sie Ihrem Hund beibringen möchten, gelegentlich ohne Leine zu laufen, oder ob Sie Orte besuchen, an denen Ihr Hund zwar an der Leine geführt werden muss, Sie ihm aber mehr Freiraum geben möchten – eine lange Leine ist ein großartiges Hilfsmittel. Tatsächlich sollte sie zur Grundausstattung jedes Hundehalters für Outdoor-Aktivitäten gehören. Bei Dog Friendly Co. finden Sie alles, was Sie für Ihren Vierbeiner benötigen – von Leinen und Geschirren bis hin zu Hundebetten und Kühlmatten.















































